[Provenienz] 5000 Unterschriften erreicht! Danke!

F.Seck f.seck at t-online.de
Di Nov 29 10:08:48 CET 2011


Sehr geehrte Frau Barow,

vielen Dank für Ihre klärende Antwort. Dem zweiten Absatz kann ich völlig zustimmen, mein Bedenken gegen Ihre ursprüngliche lockere Formulierung beruht auf der Überlegung, daß die Rundmails ja nicht auf einen engen Kreis beschränkt sind und Wörter wie "schwindeln" bei - wie man so schön sagt - Entscheidungsträgern auch in den falschen Hals geraten könnten.
Auch dem letzten Satz Ihres dritten Absatzes voll einverstanden. Insoweit also - und auf das Bibliothekarische kommt es ja hier an - sind wir uns anscheinend einig.

Mit freundlichen Grüßen
Friedrich Seck

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Dr. Friedrich Seck
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  ----- Original Message ----- 
  From: Barow-Vassilevitch, Daria 
  To: 'provenienz at dlist.uni-frankfurt.de' 
  Sent: Monday, November 28, 2011 11:06 AM
  Subject: Re: [Provenienz] 5000 Unterschriften erreicht! Danke!


  Sehr geehrter Herr Seck, nur zwei Worte in Erwiderung Ihrer Einwände.

   

  Ihre Worte, daß man "auch schwindeln muß", könnten aber bürgerliches Engagement wie dieses in Mißkredit bringen - was Sie bestimmt nicht wollen. 

   

  Natürlich nicht, es war überspitzt und locker formuliert. Ich hoffte, in so einem Forum der Leute, die in einem Boot sitzen, sei es erlaubt. Selbstverständlich habe ich im Laufe meiner Projekttätigkeit niemanden belogen (und hätte es niemals als Erstrebenswert dargestellt). Ich halte es aber für rechtfertigt, sich (übrigens vor allem im Interesse der künftigen Katalogbenutzer) der Methoden eines Lobbyisten zu bedienen, wenn es z.B. darum geht, "kriegsbedingt verlagerte" und bisher als Verlust betrachtete Bestände öffentlich zu machen. D.h. Kompromisse eingehen, ein bisschen einstecken können, sagen, was derjenige hören möchte, der am längeren Hebel sitzt, etc. Das Ziel ist dabei ist aber, einen Wissenschaftsraum mit so niedrig wie möglich gehaltenen Grenzen zu schaffen, wo nicht die Denkweise "meine-deine" herrscht, sondern ungehinderter Wissensaustausch stattfindet.  

   

  Meine letzte Bemerkung zum Lobbyismus (nicht zum Autofahren und Tanken !) im Bereich der Kernkraft und Ölindustrie war hingegen genau so gemeint, wie ich es geschrieben habe, denn speziell diese beiden Wirtschaftszweige können dafür sorgen, dass es niemanden mehr gibt, der unsere Bibliotheken frequentieren und sich die schönen Bücher zu Gemüte führen kann (wenn sie so weiter machen). Aber diese Diskussion gehört wirklich nicht hierher.

   

  Mit freundlichen Grüßen

   

  D. Barow



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